Landwirtschaft

Biohof Groß © visitnordhessen
Malte Groß, Biohof Groß © visitnordhessen

„Hinter Begriffen wie  ‚Nachhaltigkeit‘ oder ‚Regionalität‘  steht leider nach wie vor keine einheitliche Definition. Dadurch bemerken wir, zu unserem Bedauern immer mehr, wie schwammig diese Begriffe genutzt werden können. Auch wenn Nachhaltigkeit ebenso wie faire Arbeitsbedingungen mittlerweile in vielen Betrieben & Konzernen diskutiert werden, stehen solche ökologischen und sozialen Ziele doch oft weit hinter den Zielen der Gewinnmaximierung und der Erschließung neuer Marktanteile.
Zurecht entsteht parallel dazu eine Kontroverse darüber  wo `green-washing` anfängt und wo es aufhört…

Wir verbinden mit Nachhaltigkeit nicht weniger als unsere Existenz in der Zukunft. 

Nach diesem Ansatz richten wir unsere tägliche Arbeit seit 1989 auf Langfristigkeit und das Denken in Kreisläufen aus. Damals, heute und in Zukunft geben wir uns nicht mit Vorgaben oder Richtlinien zufrieden. Wir sind aktiv auf der Suche nach einer Wirtschaftsweise die noch vielen anderen Generationen nach uns als Existenzgrundlage dienen kann.“

Malte Groß – Landwirt in 3. Generation

Wir wirtschaften bereits seit über 30 Jahren konsequent nach Bioland-Richtlinien.

 

Unsere überschaubare Schweineherde freut sich jederzeit über Besucher. Ihr findet sie in ihrem Stall, direkt neben dem Hofladen. Hier haben sie viel Platz, Auslauf ins Freie und werden regelmäßig mit Stroheinstreu versorgt. Gefüttert werden unsere Schweine mit 97% betriebseigenen Futtermitteln und zusätzlichen 3% Vitamin- und Mineralfutter. Vor diesem Hintergrund und der Versorgung unserer Flächen mit eigenem Mist, schaffen wir die Grundlagen einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig ergibt sich eine sehr gute Symbiose mit dem Hofladen, da der Ausschuss nicht in der Tonne, sondern im Schweinestall landet.

In der Gärtnerei bauen wir auf ca. 3 ha Fläche eine große Gemüsevielfalt an. Alles in allem kultivieren wir etwa 50 verschiedene Gemüsearten. Von A wie Aubergine bis Z wie Zucchini ist alles dabei. Die wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Auberginen, Paprika und Gurken wachsen dabei in unseren insgesamt 1000m² Foliengewächshäusern. Die Jungpflanzen beziehen wir von einem Betrieb (Wunderlich) in Willich (NRW), der sich auf die Produktion von Gemüse- und Kräuterjungpflanzen in Bioqualität spezialisiert hat.

Wir bewirtschaften ca. 50 ha Ackerfläche. Fester Bestandteil in unserer Anbauplanung sind verschiedene Getreidesorten, Erbsen, Ackerbohnen & Kartoffeln. Mit Buchweizen, Soja und Lupinen experimentieren wir momentan nebenher. Wichtiger Grundstein unserer Arbeitsweisen sind Leguminosen und ihre stickstoffbindenden Eigenschaften. Ob und wie Landwirtschaft ohne Tierhaltung möglich ist, erproben wir mit kompostiertem Kleegras als Nährstoffgrundlage für Kulturpflanzen. 

Biomarkt Greger – Kassel

Bioland-Hof Eisenach – Baunatal

Heilhaus – Kassel

Herkules – Homberg Efze, Bad Wildungen, Fritzlar & Vellmar

Mondi – Kassel

Renthof – Kassel

Saftmobil – Gudensberg

Schmackes – Kassel

Suppenplantage – Kassel

Ökokiste Bosshammersch Hof – Marburg

Unsere Wurstware von den eigenen Schweinen wird für uns in Calden von der Landfleischerei  Koch hergestellt. Diese Zusammenarbeit hat sich in den letzten Jahren als sehr erfolgreich erwiesen.

Es besteht außerdem immer die Möglichkeit uns für Hausschlachtungen im privaten Rahmen direkt anzusprechen.

Was uns bei der Schweinehaltung besonders wichtig ist?

Ein Schweineleben sollte auch als solches gesehen, respektiert und geachtet werden. Wir möchten unserer Schweineherde ausreichend Platz bieten und versorgen sie regelmäßig mit frischem Stroh. Auch wenn wir ihnen tagtäglich begegnen, Namen geben wir ihnen trotzdem keine. Das würde es uns noch schwerer machen Grenzen ziehen zu können, zwischen emotionaler Bindung und wirtschaftlichem Geschäft. Unter anderem auch ein Grund, warum unsere Experimente in der Landwirtschaft sich auch rund um das Thema -Landwirtschaft ohne Tierhaltung- drehen.

Gerade im Hinblick auf den Klimawandel, sind wir darauf angewiesen, Sorten zu wählen, die mit den sich verändernden Bedingungen gut zurechtkommen und dabei gesund bleiben. Bei der Sortenwahl nutzen wir die Vielfalt und setzen dabei sowohl auf altbewährte Sorten als auch auf aktuelle Züchtungslinien.

Bei unseren bunten Tomaten setzen wir auf eine besondere Vielfalt. Verschiedene Farben, Formen und Geschmacksnuancen bereichern das Angebot unserer, aus eigenem Saatgut gezogenen, Pflanzen.

Auch in unseren Anbaumethoden sind wir offen für Experimente. Klassischer Beetanbau steht zwar im Vordergrund, aber auch die Verwendung von Mulch gehört mit zu unserem Anbausystem.

Außerdem legen wir viel Wert auf die Pflege unseres Bodens. Mit Zwischenfrüchten und Gründüngungen wollen wir die Bodenfruchtbarkeit erhalten und fördern. Mit unserem Schweinemist können wir zudem unseren Nährstoffkreislauf zu einem Teil schließen und mit organischen Düngern ergänzen.

Das Team hinter Gemüse & Schweine

…coming soon. Work in progress!

Für die Wartezeit empfehlen wir eine der Dokus über unseren Betrieb.

 

Montag
10.00 - 13.00 Uhr
15.00 - 18.30 Uhr

Dienstag
10.00 - 13.00 Uhr
15.00 - 18.30 Uhr

Mittwoch
10.00 - 13.00 Uhr
15.00 - 18.30 Uhr

Donnerstag
10.00 - 13.00 Uhr
15.00 - 18.30 Uhr

Freitag
09.00 - 18.30 Uhr

Samstag
09.00 – 13.00 Uhr

Das Bildmaterial folgender Uhreber wurde genutzt: visitnordhessen- Jasmin Schulz und Patrick Pfaff, Bioland Marketing- Sonja Herpich